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Mono Inc.

Voices of doom

Am 25. September 2009 ist es endlich soweit. Mono Inc. werfen ihr neues Album, „Voices of Doom“ auf den Markt. Bis dahin war es aber ein langer und arbeitsreicher Weg. Gerade beendeten sie ihre Tour mit Subway to Sally und die nächste mit ASP steht schon vor der Tür. Über den Unterschied zwischen Proberaum und Tour und der Vergangenheit beziehungsweise die Zukunft der Band sprach Redakteur Thorben Frohne mit der Schlagzeugerin der Band, Katha Mia:

Autona: Eure neue Scheibe “Voices of Doom“ wird am 25. September heraus kommen. Wird es so dunkel sein, wie der Titel vermuten lässt?

Katha: Hmmmm, das ist eine gute Frage. Ich denke, dass muss jeder Hörer für sich selber herausfinden. Wir haben zumindest nicht geplant, dass das Album düsterer oder dunkler als die Vorgänger sein sollte. Wir haben wie immer einfach unseren Gefühlen und Gedanken freien Lauf gelassen. Was dabei entstanden ist, lässt für jeden Hörereigene Gefühle zu. Das mag ich sehr an unserer Musik. Jeder kann die Texte und die Musik auf seine Weise interpretieren. Man kann dazu weinen, aber auch total abfeiern. Ich habe das Gefühl, dass das Album einfach jede Empfindung ins Extreme pushen kann, vielleicht wie eine Droge. Für manche wird das Album also extrem düster und deprimierend wirken und jemand anderen vielleicht eher mit positiven Gedanken überfluten.

Autona: Werdet ihr mit diesen Nummern noch eine extra Tour starten oder habt ihr bei der gerade beendeten Tour mit Subway to Sally schon einige der neuen Stücke zum Besten gegeben? Oder hebt ihr euch das für die im Oktober beginnende Tour als Support von ASP auf?

Katha: Den Titelsong des Albums haben wir schon auf der Subway-Tour gespielt. So haben die Fans schon einmal einen Vorgeschmack auf das neue Album bekommen. Die Reaktionen haben uns gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg zu sein scheinen. Es hat total Spaß gemacht, die Nummer zu spielen und wir wurden ständig drauf angesprochen. Im Oktober auf der Tour mit ASP werden wir ein Paar weitere Songs ins Set nehmen und dann Ende ’09, Anfang ’10 unsere eigene „Voices of Doom“- Tour spielen.

Autona: Eure aktuelle Tour führte und führt euch ja durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Ambitionen, auch mal über den großen Teich zu gehen?

Katha: Ich mag Deutschland und die Umgebung sehr gern. Nicht umsonst ist Sylt mein „Lieblingsurlaubsland“. Da ich allerdings weiß, dass wir viele Fans im Ausland haben (sogar einen kleinen Fanclub in den USA), hätte ich natürlich nichts dagegen auch einmal dort auf Tour zu gehen.

Autona: Eure aktuelle Single-Auskopplung, der Titeltrack des Albums, ist nur als reine Download-Version zu bekommen. Dann aber mit zwei Bonustracks, die nicht auf dem Album zu finden sein werden. (Info: Bonustracks: „Comedown“ und ein Elektro-Clubmix! des Songs „Pain“) Warum habt ihr euch für solch eine Variante entschieden?

Katha: Seit der April-Tour werden wir immer wieder nach dem Song „Voices of Doom“ gefragt. Der Song scheint also gut anzukommen. Wir wollten die Fans nicht ewig auf die Folter spannen und den Song als kleinen Vorgeschmack vorher veröffentlichen. Allerdings sind wir keine Band, die ihre Fans über den Tisch zieht. Warum sollen wir sie eine Single kaufen lassen, auf der dann noch zwei weitere Songs vorhanden sind, die dann eh ein paar Wochen später auf dem Album veröffentlicht werden. Also haben wir beschlossen zwei Songs hinzuzufügen, die nicht auf dem Album sein werden, damit die Fans länger was davon haben und die Single somit etwas Besonderes bleibt.

Autona: Zurück zum Album „Voices of Doom“. Was sind eure ganz persönlichen Erwartungen an das Album?

Katha: Wenn wir ein neues Album produzieren, haben wir eigentlich keine Erwartungen an das Album, sondern einfach nur an uns. Wir sind sehr perfektionistisch und wollen alles immer genauso haben, wie wir es uns vorstellen. Wir stellen dabei große Erwartungen an uns selber und wollen uns gegenseitig keinesfalls enttäuschen. Erst, wenn wir dann das fertige Produkt in den Händen halten, sind wir wirklich zufrieden. Gedanken, wie das Album dann bei den Fans abkommen wird, machen wir uns in dem Moment nicht. Wenn wir selber mit dem fertigen Album zufrieden sind, ist alles gut. Wenn es auch unseren Fans gefällt, ist es natürlich noch schöner.

Autona: In der Gothic/Dark-Wave-Szene wurdet ihr bis dato als Geheimtipp gehandelt. Wird sich an diesem Status nach Erscheinen von „Voices of Doom“ eurer Meinung nach etwas ändern?

Katha: So etwas kann man natürlich nie wissen oder auch planen. Entweder den Hörern gefällt das Album oder nicht. Wie schon gesagt, wir schreiben wir das Album nicht mit dem Plan, dass es möglichst allen gefallen soll, sondern uns. Alles Weitere wird man sehen.

Autona: Worin liegen eure Stärken? Seit ihr lieber im Studio oder wird bei euch auch der Begriff der typischen-Live-Band favorisiert?

Katha: Wir sind definitiv eine Live-Band. Im Probenraum abzuhängen liegt uns gar nicht. Wir sind am liebsten unterwegs und auf der Bühne. Egal, ob vor 20 oder 2000 Leuten, wir haben immer gleich viel Spaß und geben immer unser Bestes. Manchmal habe ich das Gefühl, dass es uns nur auf Tour wirklich gut geht. Trotz des Tourstresses sind dann alle immer gut drauf, fit und kerngesund. Keine zwei Wochen wieder zu Hause ist der Erste schon depressiv, dem Zweiten tut irgendwas weh und ein anderer plant schon die nächste Tour, damit es bald wieder losgeht.…. Auf Tour fahren ist für uns, wie auf Kur fahren (lacht).

Autona: Ihr solltet ja mal Songs auf Deutsch singen. Also quasi eine „Bitte“ eurer Plattenfirma. Das hattet ihr abgelehnt. Seht ihr das mittlerweile anders? Können wir uns auf Mono Inc. auf Deutsch freuen?

Katha: Mono Inc. ist eine englischsprachige Band und soll es auch bleiben. Die Texte bei uns sind viel zu wichtig, als das wir es in Kauf nehmen würden, dass nur ein geringer Teil der Weltbevölkerung sie wirklich verstehen könnte. Englisch dagegen versteht ja fast jeder. Allerdings haben wir gerade einen Megaherz-Song neu aufgenommen und die singen ja bekanntlich auf Deutsch!

Autona: Wie sehen die Pläne von Mono Inc. für das Jahr 2010 aus?

Katha: Wir werden zunächst unsere eigene „Voices of Doom“-Tour spielen, worauf wir uns riesig freuen. Ansonsten sind jetzt schon die ersten Festivals bestätigt, unter anderem das „Castle Rock 11“. Für uns zählt nur eins: Hauptsache live spielen!!!!!

 

Redakteur: Thorben Frohne

© 2009

 

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